Ruderhaus und Zuversicht
Ein Nordsee-Liebesroman
von Emma Birkholz
Rieke fährt die einzige Fähre zur Insel, und ihr Vater, der die Linie vierzig Jahre lang gefahren ist, steht an frühen Tagen noch immer am Kai, als hätte er Dienst.
Seit dem Frühjahr vergisst er Dinge. Rieke schreibt die Abfahrten auf den Küchenkalender, fährt ihre Umläufe und erzählt es niemandem. Für alles andere hat sie keinen Platz mehr, schon gar nicht für einen Mann.
Dann kommt Bastian. Er ist Koch und hat zwanzig Jahre lang von Saison zu Saison gearbeitet. Diesmal hat er Hanne in der Tidenstube ein ganzes Jahr zugesagt. Rieke schickt ihn am ersten Morgen hinter die Absperrung. Dass er nicht schwimmen kann, ist an einer Küste mit Gezeiten kein guter Anfang.
Er hört ihrem Vater zu, ohne ihn wie einen Fall zu behandeln, und genau das macht es für Rieke nicht leichter.
In der Tidenstube am Anleger hat der Vater seinen Tisch beim Ofen, donnerstags wird Doppelkopf gespielt, ein Hund fährt gern mit, und die Fähre fährt, wenn das Wasser da ist.
Ein Nordsee-Liebesroman über Pflege und Ankommen, mit trockenem Humor, Herzklopfen, Küssen und einem Happy End. Riekes Vater hat Demenz: Der Roman erzählt davon im Alltag, mit Wärme und Humor und auch mit ernsten Momenten. Wenn es privat wird, bleibt die Tür zu.
Band 2 der Reihe „Die Tidenstube“, einzeln lesbar. Die Geschichte von Rieke und Bastian ist in diesem Band abgeschlossen.