Tod an der Kaffeetafel
Ein bergischer Cosy Krimi
von Franka Steinbach
Mittwochs um zwanzig nach eins setzt sich Frieda Kremer auf den Klappstuhl in der Durchreiche. Seit fünfzehn Jahren. Diesmal bleibt der Stuhl leer.
Krähenbrück, Bergisches Land: Im Gasthaus „Zum Kräheneck“ gibt Hilde Bröcker seit vierzig Jahren die Bergische Kaffeetafel aus — Dröppelminna, Waffeln, Schwarzbrot, vierzig Gäste, die seit Jahrzehnten über dieselben Themen streiten. Frieda trägt dabei die Tassen. Ohne Vertrag, ohne Bezahlung, ohne dass es je jemand infrage gestellt hätte.
Frieda kommt an diesem Mittwoch zu spät — viel zu spät. Grau im Gesicht, und sie redet nicht darüber. Kurz danach ist sie tot. Vergiftet, glaubt Hilde.
Schon am Montag davor lag ein Brief auf dem Tresen: Die Frau, die über die „echte“ Bergische Kaffeetafel wacht, will eine Kostprobe machen. Jetzt ermittelt die Polizei — und der Verdacht fällt auf Hilde selbst. Die Kostprobe steht trotzdem noch aus.
Hilde fragt nach. Nicht aus Neugier — die Antwort entscheidet, ob am nächsten Mittwoch überhaupt noch eingegossen wird.
Ein leiser, humorvoller Cosy-Krimi über eine Wirtin, die genau weiß, wie man eine Tafel deckt — und die jetzt herausfinden muss, was in ihrer Küche wirklich passiert ist.